Anbei ein paar Einblicke in den Bergischen Stra0enkarneval bei strahlendem Sonnenschein und gut gelaunten BOD´lern im Zug von Bergisch Gladbach und Dürscheid.

Orchesterakademie des Musikkorps der Bundeswehr mit dem LBO NRW begeistert.

Viele Musiker aus dem Kreis Düren dabei.

 

Siegburg, Nordrhein-Westfalen:

Am 6. und 7. September fand in den neuen Proberäumen die erste Auflage der Orchesterakademie des Musikkorps der Bundeswehr statt. Rund 75 Musiker/innen aus ganz NRW sowie Gäste aus ganz Deutschland waren aktive Teilnehmer einer Arbeitsphase in Sachen „Symphonischer Blasmusik. Mit dabei waren auch einige Musiker aus dem Rheinisch Bergischen und Oberbergischen Kreis.

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Fußtour BOD 13.09.2014

Der Wettergott hatte es gut gemeint mit den diesjährigen Organisatoren der Blasorchester-Fußtour: Carolin und Thomas hatten inständig auf gutes Wetter gehofft für die von Ihnen geplante Wanderung und wurden wirklich nicht enttäuscht von Petrus, denn die Sonne schien strahlend vom Himmel....

Gegen 13 Uhr trafen sich die wanderwilligen Musiker im Proberaum, wo es die ersten „Stärkungsmittel“ in Form von Bier und Sekt gab; es wurde ein Bollerwagen mit vielen Köstlichkeiten wie Würstchen, Kuchen und Süßigkeiten gepackt und schon folgt der erste Höhepunkt des Tages: jeder Wanderer wurde in eine Gruppe gemäß seines Instrumentes eingeteilt. Diese Gruppen erhielten umgehend ein Aufgabenblatt, welches bis zum Abend erledigt werden musste. Hier fanden sich Aufgaben wie z.B.: welche Nummer hat das Lied von Earth, Wind and Fire im Notenschrank oder „Dichte oder komponiere ein Lied über das BOD“ und trage dies heute Abend mit der ganzen Gruppe vor .... Die Verlierer-Gruppe, das war allen klar, würde die Fußtour im nächsten Jahr organisieren müssen. Also bitte alle schön anstrengen!

Nun konnte es endlich losgehen. Zunächst mit Bollerwagen und voller Beschallung durchs Dorf. Nicht schlecht haben einige Anwohner und vorbei fahrende PKWs über die seltsame Prozession gestaunt!

In Hove, beim Bauer Franz, gab es dann den ersten Halt: Kaffee und Kuchen wurden gerne verzehrt und das eine oder andere Schnäpschen fand auch seinen Abnehmer. Von hier aus dann weiter Richtung Bechen auf dem wunderbaren Waldweg entlang der Dürsch. Von rechts und links hörte man die „Gegner“ der anderen Gruppen wispern und lachen. Besonders die Gesangsaufgabe hatte es in sich, man will sich ja nicht vor den anderen blamieren!

In Bechen, vor der Tierarztpraxis, gab es dann die zweite Station. Hier mussten die Gruppen dann Geschicklichkeits-Wettbewerbe wie Zwillingslaufen (bei zwei Gruppenmitgliedern wurden jeweils ein Bein mit einem Bein des anderen anhand eines Schals verbunden) oder Negerkuss-Wettessen. Ganz fies: ein Negerkuss enthielt jeweils eine untypische Füllung: Senf oder Mayonnaise. Mensch war ich froh, dass George für unsere Gruppe angetreten war und nicht ich.

Ein Highlight jagte auf dieser Tour wirklich das nächste: pünktlich zum vereinbarten Termin fuhr ein großes Pferde-Gespann mit Planwagen vor und wir alle nahmen im Wagen Platz. Getränke und Verpflegung natürlich mit an Bord und los ging es durch unser wunderschönes Bergisches Land! Ich weiß nicht mehr genau wie lange diese Kutschfahrt dauerte, aber ich weiß, dass wir auf dieser Fahrt soviel gelacht und gesungen haben, dass selbst die Autofahrer, die unser Gefährt nicht überall sofort überholen konnten, ihren Spaß an uns hatten.

Irgendwann war diese Fahrt aber dann zu Ende und wir kamen am Abschlussort an, dem traumhaften Anwesen von Familie Menke mit Laube, Grillplatz und vor allem, dem großen Pool. Zunächst wurde das Abendessen serviert und nachdem sich alle gesättigt hatten und auch immer mehr Nachzügler eingetroffen waren, begann der lockere Teil des Abends: gemütlich am offenen Kamin stehen, Sektchen oder Bierchen trinken, die letzten Strophen des Gruppen-Liedes texten und für die ganz Mutigen: ein Sprung in den Pool. Dazu muss man erklären, dass es tagsüber wirklich sehr sonnig und angenehm warm war, es nach Sonnenuntergang aber empfindlich kalt geworden war.... Das hielt die ganz harten unter uns wie Norbert, Moni, Thomas, Florian und Alfons aber nicht vom Sprung ins Wasser ab. Hut ab! Daneben gab es aber dann auch unfreiwillige Schwimmer: dem Geschrei nach haben Diana und Caro nicht ganz freiwillig gebadet, sonst hätten sie wahrscheinlich auch rechtzeitig ihre Jeans gegen Badeanzüge getauscht. Wie gut, dass der offene Kamin nasse Klamotten relativ schnell wieder getrocknet hat!

Zum Abschluss mussten dann alle Gruppen antreten und ihr BOD-Lied vortragen. Ich will gar nichts über die gesanglichen und textlichen Qualitäten der einzelnen Register sagen, nur so viel: verloren haben die Tuben und Trompeter, obwohl sie mit ihrer Variation von „Atemlos“ von Helene Fischer sicher ganz genau im Trend der Zeit lagen......

Also Jungs, dann müsst ihr euch aber schwer anstrengen, wenn ihr eine so tolle Fußtour wie dieses Jahr hinkriegen wollt!

Herbstkonzert des BOD 25.10.2014 - „Schlager und Pop“

Die Gäste, die an diesem Herbstsamstag den Weg in die Dürscheider Turnhalle fanden, fühlten sich ganz sicher sofort an die legendären Worte von Dieter Thomas Heck „Hier ist Berlin. Es ist Samstagabend 19:30 Uhr und ich begrüße Sie zur Hitparade!“erinnert: wie in der Kulisse der legendären ZDF-Sendung lachten auch von den Wänden der Halle die Konterfeis der Sänger und Gruppen, deren Lieder wir später vortrugen: von Gitte Haenning über ABBA bis zu Helene Fischer stimmten die großen Fotos an den Wänden auf das Programm unseres diesjährigen Herbstkonzertes ein. Der riesige Schriftzug „Hitparade“ hinter der Bühne sowie auch die wunderbar geschmückten Tische ließen sicher nicht nur bei mir das Gefühl der 70-er Jahre wieder aufleben....

Traditionell wird das Konzert von unserem Spielkreis eröffnet: mit einigen volkstümlichen Weisen konnten die jungen Musiker ihre Fortschritte vorführen. Der Applaus des Publikums war sicher ein schöner Erfolg für unsere Jüngsten.

Mit dem amerikanischen Marsch „High School Cadets“ eröffnete dann das Blasorchester sein Programm. Wie schon in den letzten Jahren führte auch diesmal Carolin Klein, unsere charmante und witzige Moderatorin, durch den Abend. Singend kündigte sie einen ersten Höhepunkt des Abends an: „Music“ von John Miles nach einem Arrangement von Philipp Sparke mit einem schönen Saxophon Solo zu Beginn des Stückes.

Nun ergriff Annemie Lamsfuß in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende des Musikverbands Bergisches Land e.V. das Wort: in unserem Orchester gibt es Musiker, die unglaubliche 40, bzw. 50 Jahre aktiv im BOD musizieren! Hierfür wurden Josef Schäfer (40 Jahre) und Alfons Oerder und Manfred Meier (50 Jahre) nun geehrt.

Nach diesem offiziellen Akt ging es im Programm weiter mit einem Medley aus Liedern von Tom Jones, dem walisischen Sänger, der mittlerweile seit über 50 Jahren Popgeschichte schreibt. Melodien wie „Delilah“ oder „Green green grass of Home“ sind tatsächlich in der ganzen Welt bekannt. Dies gilt auch für unser nächstes Stück, bzw. die Gruppe, aus deren Songs das nächste Medley bestand: ABBA, die schwedischen Superstars der 70-er Jahre. Ihr Musical „Mamma Mia“ , in welchen viele der bekanntesten Lieder der Vier vertont wurden, wurde ein Welterfolg. In unserer Version, arrangiert von P. Kleine-Schaars, ging es von „Mamma mia“ über „Knowing me, knowing you“, „Money, money, money“, I do, I do, I do“ bis zu „Waterloo“, dem Siegerlied, mit dem die Weltkarriere der Schweden beim Grand Prix Eurovision de la Chanson 1974 begann.

Auch unser nächstes Lied wurde ursprünglich von einer Gruppe performt: Earth, Wind and Fire beeinflussten mit ihrer Mischung aus Soul, Funk und Motown die Disco-Welle der 80-er Jahre maßgeblich. Hits wie „September“ oder „After the love has gone“ waren weltweit erfolgreich. Unser Medley an diesem Abend begann mit „Fantasy“. Im Mittelteil „I'll write a song for you“ wechseln sich drei Solisten mit dem wunderbar melancholischen Thema ab: Zunächst spielte Monika Sungen an der Klarinette, dann Wiltrud Klein am Alt-Saxophon und zuletzt Thomas Etscheid an der Trompete diese Rockballade. Der Abschluss des Stückes war dann wieder richtig fetzig mit „Boogie Wonderland“, einem Dance-Hit aus dem Jahr 1980.

Nach diesen internationalen Popsongs wollten wir nicht verhehlen, dass es auch erfolgreiche deutsche Schlager gibt. Hierbei ist Marius Müller-Westernhagen neben Herbert Grönemeyer sicherlich einer der bekanntesten deutschsprachigen Künstler. Wer kennt nicht den Text von „Willenlos“ oder „Sexy“? Diese beiden Stücke wurden noch durch „Freiheit“ und „Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz“ zu einem sehr abwechslungsreichen Medley in einer Bearbeitung von Manfred Schneider ergänzt. Der Applaus des Publikums zeigte, dass dieser erste Teil unseres Konzertes offensichtlich sehr positiv aufgenommen worden war.

Eine kleine Überraschung gab es für die meisten Zuhörer sicherlich zu Beginn des zweiten Teils: statt des gesamten Orchesters kamen lediglich 4 Saxophonisten auf die Bühne?! Als kleines Zwischenspiel gab das „Dürscheider Sax Pack“ mit Wolfgang Weber, Manuela Hambach, Georg Wiedemann und Wiltrud Klein eine Kostprobe seines Könnens. Mit „New York, New York“ von Frank Sinatra und „When I'm 64“ von den Beatles wurden zwei äußerst populäre Stück vorgetragen, die da Publikum sogar zum Mitklatschen animierten. Bei „Bohemian Rhapsody“ von der Gruppe Queen mit seinem charismatischen Sänger Freddie Mercury war dies ganz sicher nicht möglich: ständig wechselnde Tempi und opernartig arrangierte Sequenzen verlangten den Musikern ihr ganzes Können ab....

Für die meisten unserer Zuhörer begann jetzt ganz sicher der populärere Teil unseres Konzertes: die Schlager aus den 60-er, 70-er und 80-er Jahren. Zunächst noch international mit einem Medley der bekanntesten Songs der Beach Boys aus Kalifornien sowie einem Arrangement von Michael Brown nach „Oye como va“ , einem Welthit des mexikanisch-stämmigen Amerikaners Carlos Santana. Dann aber ging es nur noch um den deutschen Schlager. Beginnend mit einem Medley („Ma Baker“, „Sunny“, „Daddy Cool“) der Gruppe „Boney M.“, die zwar auf englisch sangen, aber von dem deutschen Produzenten Frank Farian gemanagt wurden. Und nicht nur das: ziemlich schnell wurde bekannt, dass von den 3 Sängerinnen und einem Sänger lediglich zwei Sängerinnen tatsächlich sangen, die beiden anderen Künstler durften lediglich die Lippen bewegen und tanzen. Den Part des einzigen männlichen Gruppen-Mitglieds sang Frank Farian selbst!

Im nächsten Stück erlebten unsere Zuhörer „eine Schlager-Liebesgeschichte“: sämtliche weiblichen deutschsprachigen Schlager-Ikonen der 60-er und 70-er Jahre mit ihren größten Hits vereinte Arrangeur Kurt Gäble in einem Medley. Zunächst die unvergessene Trude Herr mit ihrem herrlich ironischen „Ich will keine Schokolade“, dann die Diva des deutschen Schlagers, Margot Werner und ihr Hit „So ein Mann“, „Ich will 'nen Cowboy als Mann“ mit der süßen Gitte Haenning aus dem Jahr 1963, Wencke Myhres Ohrwurm „Beiss nicht gleich in jeden Apfel“ sowie nochmals Gitte Haenning, diesmal aus dem Jahr 1974, mit dem Titel „So schön kann doch kein Mann sein“ . Abschließend folgte dann noch der Evergreen „Liebeskummer lohnt sich nicht“ von Siw Malmkvist. Ein wirklich gelungenes, äußerst abwechslungsreiches Stück Musikgeschichte.

„Wunder gibt es immer wieder“ , ehemals von Katja Ebstein gesungen, gehört ganz sicher zu den Schlagern, die jeder mitsingen kann. Unser Arrangement von Manfred Schneider gefiel den Zuhörern so gut, dass wir sie zum Mitmachen gar nicht auffordern mussten: es wurde im Saal derartig inbrünstig gesungen und geklatscht, dass es für uns oben auf der Bühne eine wahre Freude war!

Ein Höhepunkt für viele im Saale war dann bestimmt das nächste Stück: ein Medley des aktuellen Superstars der deutschen Schlagerszene, Helene Fischer. Neben „Das ist unser Tag“ und der Ballade „Wunder dich nicht“ mit einem zu Herzen gehenden Saxophon-Solo warteten die zahlreichen Helene-Fans dann sicherlich auf den Top-Hit aus den Charts des Sommers „Atemlos“. Schon beim ersten Takt war das Publikum kaum noch zu halten. Unsere Trompeter, die sich während der letzten Proben als singende Einpeitscher versucht hatten, konnten getrost ihre Instrumente wieder ansetzen: die Zuhörer sangen lauthals auch ohne Unterstützung aus unseren Reihen jedes Wort mit!

Jedes Konzert geht einmal zu Ende. Auch wir hatten unser Programm beinahe beendet. Natürlich sind wir aber dem Wunsch nach einer Zugabe gerne nachgekommen: zunächst unser immer gerne gespieltes Udo-Jürgens-Medley mit Evergreens wie „Immer wieder geht die Sonne auf“, „Mit 66 Jahren“ und „Aber bitte mit Sahne“ (auch hier waren unsere Zuhörer äußerst textsicher...) und als zweite Zugabe dann Marianne Rosenbergs Hit aus dem Jahr 1975 „Er gehört zu mir“.

Das Publikum schien noch nicht müde zu sein, also spielten wir als wirklich allerletztes Stück das „Bergische Heimatlied“. Hier konnten sich alle Hobbysänger nochmals austoben.....

Es war für alle Beteiligten ein rundum gelungener Abend. Von der liebevollen Dekoration über die amüsante Moderation hin zu der absolut gelungenen Stückauswahl des Dirigenten hat wirklich alles gepasst. Herzlichen Dank an alle, die zu diesem Abend beigetragen haben.

Beim diesjährigen Landesmusikfest des Volksmusikerbundes in NRW nahm aus unserem Kreis das Blasorchester Dürscheid in der Höchststufe für Blasorchester teil. Unter der Leitung von Christian Wiedemann wählte man als Pflichtstück „Of Sailors and Whales“ von Francis W. McBeth, ein fünfsätziges Werk, welches die höchsten Ansprüche an das Laienorchester stellte; so wurde im dritten Satz z.B. ein vierstimmiger Choral von den Musikern gesungen! Als Wahlstück hatte der Dirigent das Stück „Noah's Ark“ des Belgiers Bert Appermont ausgesucht.

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